Inhalte der Weiterbildung in der Methode der
Funktionellen Entspannung
A) Grundlagenkurs (4 Wochenenden à 14 ÜE)
Lernziele
- FE-Selbsterfahrung „Ich mit mir“
- Selbstfürsorge
- FE in Theorie und Praxis im Grundverständnis der Methode
Themen der Theorie
- Geschichte der FE (leibpädagogische Wurzel, Biographie M. Fuchs)
- Einführung in die Methode der FE
- Zentrale Begrifflichkeiten der FE (z.B. Funktion, dialogisches Prinzip,
Ebenenwechsel)
- Gestaltkreis: „Theorie der Einheit von Wahrnehmen und Bewegen“
- FE als tiefenpsychologische Methode 1
- Grundkenntnisse in Anatomie und Physiologie
Fakultative Themen:
- Einführung in Begriffe der Leibphänomenologie
- Das Konzept der „subjektiven Anatomie“ 1
- Theorie der Wahrnehmung
Themen der Praxis
- Die „Spielregeln“ der FE
- Der äußere Halt: Boden/Unterlage
- Der innere Halt: Skelett/Gerüst, Gelenke, Becken, Brustkorb, Kopf,
die „drei Kreuze“
- Räume/Höhlen und deren Verbindungen: Kopf-, Mund-, Brust-, Bauchraum
- Grenzen/Kontakt: Haut
- Rhythmuserleben: erfahrbare Bewegungsrichtungen, innere Durchlässigkeit
- Das dialogische Prinzip: subjektive Bedeutung von Wahrgenommenem
erkennen und Sprache dafür finden
Gruppendynamischer Prozess
- Gruppenprozesse ermöglichen, Ressourcen der Gruppe zum miteinander
Lernen nutzen
B) Fortgeschrittenenkurs (5 Wochenenden à 14 ÜE)
Lernziele
- Erweiterung der FE-Arbeit vom „Ich mit mir“ zum „Ich
im Umgang mit den
Anderen“
- Vertiefung der FE-Theorie und FE-Praxis
- Anwendungsbegleitung und Supervision
- Verortung des FE-Therapeuten/FE-Pädagogen/FE-Beraters in seinem
beruflichen Umfeld; berufsspezifische Schwerpunkte
- Entwicklung eines persönlichen Stils in der Arbeit mit FE
Themen der Theorie
- FE als tiefenpsychologische Methode 2
- Einführung in die Psychosomatik
- Konzepte der Entwicklungspsychologie, Verortung der F.E. in der
Kleinkindforschung
- Das Menschenbild und die therapeutische Haltung in der F.E.
- Phänomenologische Diagnostik: z.B. Rhythmusdiagnose, Einbeziehen
des Resonanzgeschehens
- Arbeit in der Gruppe (theoretische Grundlagen)
Fakultative Themen:
- Bindungstheorie und Neurobiologie in ihrer Relevanz für die FE
- Das Konzept der „subjektiven Anatomie“ 2
- Die pathischen Kategorien bei Viktor von Weizsäcker
Themen der Praxis
- FE eine biographische Methode – Lebensgeschichte, Körpergeschichte
und Körperbild
- Leiblicher Umgang mit Berührung und Grenze
- Beziehung und Resonanz
- Verknüpfung und Regulation von Spüren, Fühlen, Denken,
Handeln,
Affektregulation, Ebenenwechsel, Versprachlichung, Umgang mit Impulsen
- Arbeit mit dem Rhythmus (Fortsetzung)
- FE und Stimme
- Entwicklung und Ausarbeitung von FE-Interventionen und
Interventionstechniken
- Bedeutung der Symbolik der Sprache
Gruppendynamischer Prozess
- Begegnungs- und Konfliktfähigkeit
C) Supervisionskurs (60 ÜE = 4 Wochenenden à 14 ÜE + 4
ÜE Einzel)
Lernziele
- Erweiterung der Kompetenz für den therapeutischen, pädagogischen
und
beraterischen Bereich
- Burnout-Prophylaxe: Entlastung von Problemen
- Persönlichkeitsbildung
Themen der Theorie
- Das Menschenbild und die therapeutische Haltung in der FE (Fortsetzung)
- Übertragung – Gegenübertragung; leibliche Resonanzphänomene
und
leibliche Abwehrmechanismen
- Unterscheidung zwischen Anleitung, Supervision und Intervision
Themen der Praxis
- Gearbeitet wird an mitgebrachten dokumentierten Fällen.
